So arbeiten wir

Grund unserer Arbeit

Essstörungen haben in den letzten 30 Jahren in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewonnen und verursachen gesamtgesellschaftlich enorme Kosten für das Gesundheitswesen. Eine Essstörung ist eine die persönliche und soziale Lebensgestaltung schwer-wiegend beeinträchtigende Erkrankung, die häufig mit massiven gesundheitlichen und psychischen Komplikationen einhergeht. 10-20% der Betroffenen begehen Suizid bzw. sterben an den Folgen der Essstörung.

Ziele unserer Arbeit

  • Essstörungen im Vorfeld verhindern
  • Früherkennung von Essstörungen
  • Die Betroffenen ermutigen, sich Hilfe zu holen
  • Angehörige dabei helfen, ihre Kinder auf eine gute Art zu begleiten
  • Vor, während und nach der Behandlung einen roten Faden zu bieten
  • Kontinuierlicher und schnell zugänglicher Ansprechpartner zu sein bei Lücken im Behandlungssystem
  • Fachleuten im Umgang mit Betroffenen zu helfen
  • Optimierung von Behandlungsabläufen zusammen mit Ärzten, Therapeuten, Kliniken und Ernährungsberatern

Unser Konzept

Unser Konzept im PDF-Format können Sie hier herunterladen.

Unsere Haltung

Wir arbeiten nicht mit Diäten. Bei uns geht es nicht um die Frage: „Was esse ich?“ sondern „Warum esse ich mehr / weniger als mir gut tut?“ „Welche Funktion hat das Essen / Nichtessen / Erbrechen für mich?“

Somit ist unser vordringliches Ziel nicht die Gewichtsab- oder zunahme.  Wir betrachten Essstörungen als Bewältigungsstrategie für innerpsychische Konflikte, als Lösungsversuch, unangenehme Gefühle oder Lebenssituationen zu kompensieren. Sie sind ein im Grunde hilfloser Versuch, sie zu verdrängen, hinunterzuschlucken oder auszukotzen.

Menschen mit Essstörungen sind nicht zu dumm zum Essen, die Funktion des Essens oder Nichtessens ist nur einfach so wichtig für die Betroffene geworden, dass es schwer ist, „den Quatsch mal einfach sein zu lassen“ und „einfach mal normal zu essen.“  Eine Essstörung hat für jede einzelne Betroffene eine andere Funktion. So kann für die eine das Thema Kontrolle und Sicherheit dahinter stecken, für die andere eine Abwehr von unangenehmen Gefühlen.

Aus diesem Grund nützt es nichts, lediglich die ernährungstechnischen Faktoren behandeln zu wollen. Körper und Seele brauchen Hilfe. Wie eine solche Hilfe aussehen kann, erfahren Betroffene und Angehörige in unseren Beratungsangeboten.